Man stellt sich vor die Aggrolites fahren an einem wunderbaren Abend durch eine Grossstadt. Überall Grüne Welle, doch plötzlich müssen, sie aufgrund eines nicht grün werdenden Lichtsignals, abrupt auf die Bremse treten. Gezwungenermassen können sie nichts anderes als dieselbe Passage immer und immer wieder zu spielen.
Und genau so hören sich The Caroloregians an! Als wenn den Aggrolites die ganze Spielfreude und Energie abhanden gekommen wäre. Im Gegensatz zu den Aggrolites bleibt nur zu sagen wo sie Funk Einflüsse haben, kommen bei den Caroloregians Soul Einflüsse zum Vorschein und anstatt einen mitreissenden Gesang, kommt man während den 33 Minuten grösstenteils Instrumental über die Runden. „…As I Run The Innersection“ hat zwar irgendeinen Text, jedoch hört sich der Gesang eher danach an als hätte ihr Sänger ernstzunehmende Magenkrämpfe. Wenn die 33 Minuten vorbei sind, freut man sich eher dass es endlich dass Ende ist und man die Scheibe zur Seite legen kann, sofern man dann noch nicht eingeschlafen ist.
Vielleicht waren die Caroloregians früher etwas besser, ich kann es leider nicht vergleiche, jedoch ist Funkify Your Reggay immerhin schon ihre dritte Scheibe…Generell hätte ich ja nichts gegen wirklich langsame Musik wie diese, nur braucht sie dann irgendwo einen gut platzierten Ausgleich, welchen den Hörer wirklich verblüfft und aus den Socken haut. Wahrscheinlich sind sie dafür Live der totale Kracher, wer dies auf die Probe stellen will, kann sie morgen in der Grabenhalle bestaunen im Vorprogramm von Russkaja.
Eric