Keller-Gospel aus BremenDass aufrichtige Gospelmusik im 21. Jahrhundert auch jenseits von jubilierenden Massenchören eineDaseinsberechtigung hat, beweist das Soloprojekt des Bremer Malers und Songwriters Dad HorseOttn.Mit Gesang, Banjo, Fußorgel und Kazoo spielt der Mann mit dem markanten Gesicht respektvollinterpretierte Klassiker und vielgelobte Eigenkompositionen, tief verwurzelt in Country-Blues, Hillbilly-Gospel und Punkrock. Sein „Keller-Gospel“ handelt von Erlösung und Befreiung – der bekennende Ex-Junkie respektiert alle, die im Licht stehen, doch seine Sympathie und Liebe gehört den Sündern. Ersingt für jene, die in der dunkelsten Tiefe selbstgemachten Leidens kauern.2008 erschien die erste EP von Dad Horse Ottn mit Coversongs u.a. von Gospelklassikern der CarterFamily und von Johnny Cash. Unter dem Titel „Modern Sounds in Country and Gospel music“wurde die EP bei Fuego (Bremen) als weltweiter Download-Release veröffentlicht. Kurz darauf folgtesein Debütalbum „Too Close To Heaven“, erschienen beim US-amerikanischen Label Devil's RuinRecords, produziert im Hörwerk-Recordingstudio (Bookholzberg). Dieses Album enthält neben einemweiteren Traditional ausschließlich Eigenkompositionen von Dad Horse Ottn und dokumentiert seineerstaunlichen Songwriterqualitäten. Wie im Leben selbst paart sich in seinen Songs immer wieder tieferErnst mit hintergründigem Humor. Da wird nicht gepredigt oder süßlich salbadert – ebensowenig abergeflunkert oder herablassend gescherzt. Dad Horse meint es todernst, wenn er fleht: „Lord must fix mysoul - turn the shit into gold.“Bei seinen Konzerten zieht der Mann mit dem ungewöhnlichen Instrumentarium das Publikumregelmäßig in den Bann seiner „immensen, geradezu mitreißenden Bühnenpräsenz“ (Weserkurier).Hier wird keine religiöse Botschaft verkündet, sondern eine spirituelle Erfahrung: die Dad HorseExperience.