“As long as I don’t fail to see/ How many times I failed to be/ Someone you can count on/ Will that be enough?” Bei Alaska ist es anders. Auf Alaska kann man sich verlassen! Obwohl es scheint als wäre „Something In Between“ erst gerade erschienen, sind doch knapp zwei Jahre vergangen seit sie den riesigen Eisblock damals im Zürcher Dynamo zum schmelzen brachten und ihn zum Schluss zerstörten. Während die letzte Scheibe im Schatten des Debüts stand und fast durchwegs monoton ausfiel, laufen Alaska bei „Will That Be Enough?“ zur Höchstform auf und veröffentlichen ihre bisher reifste Scheibe.
Nach eigener Aussage machen Alaska Soul-Ska, jetzt jedoch mit noch mehr Soul. Wer die älteren Releases kennt, muss beim Hören dieser Scheibe hemmungslos zustimmen, denn es kommt alles viel frischer als je zuvor rüber, die Texte sind ehrlicher und man hört wie verdammt viel Liebe zur Musik von jedem einzelnen Mitglied zum Endprodukt beigetragen wurde. Wer jedoch ein Song mit solchem Ohrwurmcharakter wie „Mr. Boogaloo“ sucht, wird ihn in dieser Form nicht finden. Songs wie „Hungry“, „Friend“ oder „The City’s Waking Up“ sind zwar durchaus Ohrwürmer, nur überzeugen sie mit einem komplett anderem Charme. „Hungry“ besticht den Hörer viel mehr durch den Backgroundgesang, der hier wie aus der Kanone geschossen kommt, während „Friend“ kaum jemanden ruhig sitzen lässt und andere Songs wie „The City’s Waking Up“ durch ihr Erzähltempo überzeugen.
Alaska setzen dieses Mal auf grössere Instrumentalpassagen und besseres Songwriting, weshalb sie immer mehr an eine Verschmelzung der One Night Band mit den Slackers erinnern. Das einzig negative ist, dass am Schluss der bittere Beigeschmack bleibt, dass die letzten paar Songs nur noch als Füller fungieren um das Album abzurunden und während am Backgroundgesang gefeilt wurde, hat sich an der teilweise etwas anstrengenden Gesangsart des Sängers kaum etwas getan.
„Will That Be Enough“ stellt den Höhepunkt des bisherigen Schaffens dieser Zürcher Band dar. Obwohl sie mit dieser Scheibe das Rad nicht neu erfinden, überzeugt es in voller Länge, Abwechslung wird wesentlich grösser als zuvor geschrieben und die hartgesottenen Fans wissen spätestens mit dieser Scheibe, dass auf Alaska einfach Verlass ist.
Eric a.k.a. keingerede